Die Studie

Warum erwerben Jugendliche das Abitur oder die Fachhochschulreife?
Welche Gründe sprechen für eine Studienaufnahme und welche dagegen?
Welche Faktoren beeinflussen die Entscheidung für eine Berufsausbildung?
Zahlt sich ein Studium später aus?

Dies sind nur einige Fragen, denen die Studienberechtigtenstudie des DZHW nachgeht

Seit mehr als 40 Jahren befragen wir ausgewählte Abschlussjahrgänge zu:

  • ihren Plänen für die Zeit nach der Schule,
  • ihren tatsächlichen Entscheidungen,
  • den Erfahrungen in Studium, Berufsausbildung und Erwerbstätigkeit.

Dadurch können auch Aussagen zu Entwicklungen im Zeitvergleich getroffen werden.

Bei der Studienberechtigtenbefragung handelt es sich um eine Längsschnittstudie.

Schulabsolventinnen und Schulabsolventen, die in einem bestimmten Jahr das Abitur oder die Fachhochschulreife erworben haben, werden mehrmals von uns befragt. Auf diese Weise werden Pläne, Ziele, Einstellungen, Erfahrungen und Entscheidungen jeweils zeitnah erfasst.

  • Die erste Befragung findet noch im letzten Schuljahr statt.
  • Die zweite folgt ca. ein halbes Jahr nach Schulabschluss
  • Es folgen weitere Befragungen im Zweijahresabstand.

Die Studienberechtigtenstudie ist in Deutschland und auch in Europa eine einzigartige Untersuchungsreihe. Denn wir berücksichtigen sowohl die akademischen als auch die nicht-akademischen Bildungswege.

An der ersten Befragung des Abschlussjahrgangs 2018 nahmen über 40.000 Schülerinnen und Schüler aus ca. 1.000 Schulzweigen in ganz Deutschland teil. Damit können für alle 16 Bundesländer belastbare Aussagen zu den Bildungswegen der Studienberechtigten getroffen werden.

Die Ergebnisse und Daten der Studienberechtigtenstudie werden vielfältig verwendet. Sie dienen der Bildungspolitik als Entscheidungsgrundlage, ermöglichen der Wissenschaft neue Erkenntnisse und geben der Öffentlichkeit Auskunft über Entwicklungen beim Übergang in berufliche Qualifizierungen und den Arbeitsmarkt.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Hier finden sich häufig gestellte Fragen rund um das Studienberechtigtenpanel.

Welche Fragen werden gestellt?

Es gibt ein Kernset an Fragen, das bei jedem Abschlussjahrgang gestellt wird, wie beispielsweise zu den Studien-, Berufsausbildungs- und Berufsplänen bei der jeweils ersten Befragung. Bei den späteren Befragungen stehen die tatsächlich gewählten Bildungs- und Berufswege im Fokus sowie die weiteren Pläne, aber auch Fragen zu den Lebenszielen sowie Erfahrungen in Qualifizierung und Beruf. Angaben zur Person, wie das Geschlecht, Alter, der Migrationshintergrund und die soziale Herkunft werden ebenfalls bei jedem Abschlussjahrgang erfragt, da sie wichtige Hintergrundmerkmale darstellen, u.a. bei der Erklärung von Unterschieden in den Bildungsentscheidungen.

Darüber hinaus gibt es für jeden Abschlussjahrgang besondere thematische Schwerpunkte, wie z.B. regionale Mobilität, Duales Studium und soziale Netzwerke.

Wer finanziert die Studie?

Das Studienberechtigtenpanel wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Ich habe nicht studiert und beabsichtige auch nicht, ein Studium aufzunehmen. Soll ich den Fragebogen trotzdem ausfüllen?

Ja, unbedingt! Mit der Befragung richten wir uns an alle Schulabsolventinnen und -absolventen, unabhängig von ihrem weiteren Lebensweg. Wir möchten auch erfahren, welche Personengruppen trotz erlangter Hochschulzugangsberechtigung kein Studium aufnehmen, und aus welchen Gründen sie sich für andere Bildungs- und Berufswege entscheiden.

Wie kann ich meine Adressdaten ändern?

Derzeit gibt es neben der Befragung Ihres Abschlussjahrgangs noch weitere Befragungen. Wählen Sie im Menüpunkt "Befragter Jahrgang" Ihren Abschlussjahrgang aus. Dort finden Sie ein Formular, in dem Sie Ihre Adresse, Ihre E-Mail Adresse und/oder Ihren Namen aktualisieren können.

Wie erfahre ich, ob ich bei einer Verlosung gewonnen habe?

Falls Sie uns mit dem Fragebogen eine gültige Adresse (oder E-Mail-Adresse) angegeben haben, kontaktieren wir Sie im Falle eines Gewinns.

Wen kann ich bei Fragen zum Projekt und zu meiner Teilnahme kontaktieren?

Wählen Sie im Menüpunkt "Befragter Jahrgang" Ihren Abschlussjahrgang aus. Dort finden Sie die verantwortlichen Projektmitarbeiter(innen).

Welche Kosten entstehen meiner Schule durch eine Teilnahme?

Das Projekt verfolgt keine kommerziellen Interessen. Die Durchführung der Studie wird aus Mitteln des BMBF finanziert, sodass die Teilnahme an der Studie für Schulen der Stichprobe kostenlos ist.

Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

Das DZHW ist verpflichtet und aus eigener Überzeugung daran interessiert, die bei der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten geltenden Datenschutzbestimmungen strikt einzuhalten. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt so, dass ein Rückschluss auf Einzelpersonen nicht möglich ist. Die Befragungsdaten werden ausschließlich zu wissenschaftlichen und nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet. Kontaktdaten werden nicht an Dritte weitergegeben. Genaue Informationen dazu finden Sie hier.

Alle FAQ ansehen

Ihr gebt die Antworten – wir die Ergebnisse!

  • Wirtschaftswissenschaften ist die beliebteste Fachrichtung.

    Die beliebtesten Studienrichtungen der Studienberechtigten sind Wirtschaftswissenschaften (14 %), Maschinenbau (8 %) und das Lehramtsstudium (8 %).

    (aus dem Panel 2015)

  • Studienberechtigte prognostizieren für sich gute Berufsaussichten.

    Knapp drei Viertel der Befragten prognostizieren für sich selbst gute bis sehr gute Berufsaussichten (73 %). Auch den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung (92 %) oder eines Studiums (71 %) traut sich die Mehrheit der angehenden Studienberechtigten zu.

    (aus dem Panel 2015)

  • Hochschulreife mit einem Notendurchschnitt von 2,21.

    In den Schulfächern Deutsch und Mathematik lag der Zensurendurchschnitt der Studienberechtigten mit jeweils 2,35 etwas höher.

    (aus dem Panel 2015)

  • Berufsausbildung beginnt ca. jede(r) Fünfte.

    Von den Studienberechtigten des Jahres 2015 haben ein halbes Jahr nach Erwerb der Hochschulreife 16 Prozent eine Berufsausbildung aufgenommen; weitere fünf Prozent planen dies sicher für die Zukunft.

    (aus dem Panel 2015)